Und wieder Der Untergang

Joachim Fest, Bernd Eichinger, Der Untergang

Der Tod von Bruno Ganz hat mich ganz schön geschockt. Nein, damit hatte ich nicht gerechnet. Künstler, die dir – wie auch immer –  etwas bedeutet haben, die dich selbst gar nicht kennen, die dennoch  wichtig für dich sind – sind dann plötzlich nicht mehr da. Jeder hat seine eigene Form der Trauer, mancher kehrt sie nach innen, mancher ist laut und öffentlich.

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Der letzte Gedanke

Edgar Hilsenrath, Das Märchen vom letzten Gedanken

Mein erster Gedanke war Das Märchen vom letzten Gedanken. Als ich jetzt vom Tod Edgar Hilsenraths erfuhr, musste ich an dieses Buch denken und an eine persönliche Begegnung, die ich mit dem Autor im Januar 1990 in Herford hatte. Damals war Hilsenrath auf Lesereise und ich fand sein Buch, das ich bald darauf gelesen habe, grandios.

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Der Schmerz wirkt weiter

Horst Selbiger, Verfemt – Verfolgt – Verraten

Der Schmerz ist noch da. Auch nach über 70 Jahren. „Du bist ein Gezeichneter dein ganzes Leben lang“, sagt Horst Selbiger, und: „Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen.“ Nahezu zwei Jahre hatte der heute 90-Jährige an seinem Buch gearbeitet, fast jeden Tag. Den „Abriss seines Lebens“ nennt er Verfemt – Verfolgt – Verraten, sogleich verbunden mit der Aufforderung: „Fragt uns, wir sind die Letzten! Wenn wir nicht mehr sind, ist alles nur noch papierne Geschichte.“

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Kampf um die Bohne

Tom Hillenbrandt, Der Kaffeedieb

Wer braucht schon Internet, wenn man Beziehungen hat? Wenn du weißt, wen du fragen musst, oder besser:  Wenn du weißt, wen du wo fragen musst? Die Geschichte, um die es hier geht, beginnt im Kaffeehaus und spielt in der jungen Neuzeit, Web Punkt minus ultimo oder so.

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Angesichts der Katastrophe

Maiken Nielsen, Und unter uns die Welt

Endlich mal wieder einen richtigen Roman lesen – also: keine Dystopie, kein Verschieben irgendwelcher Ebenen, nein, einen richtigen Roman. Ja, ich weiß, das klingt vermessen.

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Für immer Herbert

Bernhard Schlink, Olga

Es kann durchaus sein, dass ich schon einmal über Herbert gelesen habe. Vielleicht 2008 in einem Spiegel-Artikel, in dem es um eine „Harakiri-Expedition“ in die Antarktis ging. Ein Thema, das mich grundsätzlich interessiert, befeuert spätestens durch Christoph Ransmayrs  Die Schrecken des Eises und der Finsternis.

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Hungrige Bestien

Jussi Adler Olsen, Verachtung

Kaum wabern Rassisten durch die höchsten Sphären der Politik, lese ich Jussi Adler Olsens Verachtung. Einen Krimi also, in dem es um furchterregende Machenschaften furchterregender Rechtsextremer geht. Und somit auch um Euthanasie, der selbstgerechten „Vernichtung unwerten Lebens“.

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Vergessenes Leid

Rebekka Habermas, Skandal in Togo

Das an Katastrophen nicht gerade arme 20. Jahrhundert lässt Ereignisse und Zusammenhänge  manchmal vergessen. Ein Thema, das mich sehr interessiert, ist die Kolonialherrschaft – und Deutschland hat dabei ein ausgesprochen  unrühmliches Kapitel geschrieben, wie Rebekka Habermas in Skandal in Togo aufzeigt.

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