Premiere in La Fenice

Donna Leon, Venezianisches Finale

Ich bin seit Jahren auf dem Krimi-Tripp. Ich habe mich mit den Urkrimis beschäftigt, mit Poe natürlich und seinem Dupin, mit Doyle und Sherlock Holmes, dessen Gehilfen ich in Der Name der Rose traf und mit Christi, die Journalisten so sehr hasst, dass sie sie in all ihren Romanen hat sterben lassen. Dann kamen die Fälle aus dem ganz hohen Norden, Mankells Kurt Wallander hat mich Anfang der 2000-er Jahre fast „weggepustet“. Klasse: in all dieser Zeit aber hat mich Donna Leon mit ihren Brunettti-Romanen begleitet. 18 habe ich bisher gelesen und damit nicht einmal alle, die bis heute erschienen sind.

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In den guten alten Orient

Agatha Christie, Mord im Orient-Express

Das ist eben so schön an den Romanen von Agatha Christi: Die Leser werden mitgenommen auf  Reisen in weit entfernte Gefilde, die – gerade noch in den 1920er Jahren – pure Abenteuer versprachen. Für mich ist das ein Grund, Romane wie Tod auf dem Nil immer wieder zu lesen. Oder eben Mord im Orient-Express.

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Der wirklich große Bruder

Dan Brown, Diabolus

Ganz klar: Diabolus ist schriftstellerisch keine Offenbarung.  Es gibt andere Bestseller, die würde ich wirklich als Kunstwerke bezeichnen, Dan Browns ersten Roman sicher nicht.  Dennoch hat das Buch hochinteressante Facetten  und zeigt durchaus – sagen wir mal – prophetische Züge.

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Arrogante Härte

Frederick Forsyth, Der Schakal

Der Schakal ist retro geworden. Und ziemlich analog. Ermittler Claude Lebel verlässt sich schon mal auf das Wählscheibentelefon, um anhand des Rücklaufs der Scheibe die Nummer herauszufinden. Das alles ist wie ein alter Bond. Aber es ist noch mehr.

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Doch der Schein trügt

Paula Hawkins, Into the Water

Es wäre leicht, sich den vielfach gelesenen Meinungen zu Into the Water anzuschließen: zu viel Personal, Leser werden überfordert, eine verworrene Geschichte. Vom „Plottsalat“ spricht gar die FAZ, was grundsätzlich erstmal stimmt: Salate schmecken ja oft ziemlich gut. Kurzum: Die Kritik an dem Buch teile ich nicht.

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