Das Moor ist der Raum

Arthur Conan Doyle, Der Hund von Baskerville

Ich liebe dieses unglaubliche Krimi-Prinzip verschlossener Räume. Ich mag die Abgrenzung des Tatorts, das unvollständige Wissen um den Mörder, die Qual, dieses Wissen zu vervollständigen. Und ja, ich mag die Gabe des Vergessens, die mich alte, uralte Krimis noch einmal lesen lässt. Die ich vor Jahrzehnten nicht aus der Hand legen konnte. Die ich jetzt (eigentümlicherweise mit noch größerem Genuss als früher) noch einmal lese. So wie Der Hund von Baskerville von Arthur Conan Doyle. 

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Eine besondere Freundschaft

Robert Harris, München

Robert Harris hat ein Muster: er nimmt sich historische Ereignisse vor und baut eine eigene Handlung ein. Das ist an sich noch kein Kunstgriff, aber deshalb interessant, da Harris hochspannend und klug schreiben kann, Bücher ohne Längen fabriziert und vor allem: neue Perspektiven schafft. Vaterland war (und ist) ungeschlagen, dann Pompeji, jetzt München.

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Der wirklich große Bruder

Dan Brown, Diabolus

Ganz klar: Diabolus ist schriftstellerisch keine Offenbarung.  Es gibt andere Bestseller, die würde ich wirklich als Kunstwerke bezeichnen, Dan Browns ersten Roman sicher nicht.  Dennoch hat das Buch hochinteressante Facetten  und zeigt durchaus – sagen wir mal – prophetische Züge.

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Arrogante Härte

Frederick Forsyth, Der Schakal

Der Schakal ist retro geworden. Und ziemlich analog. Ermittler Claude Lebel verlässt sich schon mal auf das Wählscheibentelefon, um anhand des Rücklaufs der Scheibe die Nummer herauszufinden. Das alles ist wie ein alter Bond. Aber es ist noch mehr.

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